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Heißhungerattacke, Foto: cockie1308_flickr
Heißhungerattacken sind schon etwas fieses. Vor allem, weil sie einen meist urplötzlich und wie aus dem Nichts überfallen. Und dann hat man noch ausgerechnet Appetit auf extrem ungesunde Sachen: Chips, Pralinen mit Nougatfüllung, Hot Dogs, Schokotorte. Vor allem Frauen sind von Heißhungerattacken besonders häufig betroffen, da sie aufgrund ihres monatlichen Zyklus starken Hormonschwankungen unterliegen. Besonders in der zweiten Zyklushälfte überkommt sie es meistens: die Lust auf etwas Süßes oder Fettiges.
Während strenger und einseitiger Diäten kommt es nicht selten zu körperlich bedingtem Heißhunger. Dann signalisiert der Körper, dass er unter einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel leidet. Es gibt aber auch psychisch bedingten Heißhunger. Wenn der Körper Stress oder negative Emotionen empfindet, so drängt er nach Essen, um diese zu mindern.
Hat man dann erst einmal ordentlich geschlemmt, wird das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet. Man fühlt sich besser – zunächst. Denn: bei allzu häufigem Stillen der Gelüste lagert der Körper die Leckereien als kleine Fettpölsterchen ein. Was kann man also tun, um Heißhungerattacken zu vermeiden?
Meist dauern die Attacken nur eine kurze Zeit an. Man sollte also einfach 15 Minuten aushalten. Danach wird sich zeigen: der Appetit ist weg. Was vielleicht eigenartig klingt: Kiesel lutschen. Das ist ein uralter Trick, mit dem auch Pfadfinder ihre Hunger stillten. Was auch hilft, ist Kaugummi kauen.
Die Welt der Produkte gaukelt uns täglich vor, Nahrungsmittel erfunden zu haben, die extrem wenige Kalorien beinhalten. Von solchen Light-Produkten sollte man jedoch die Finger lassen. Sie gaukeln dem Körper vor, dass er Zucker erhalten würde. Da dies aber nicht der Fall ist, kommt es zu Heißhungerattacken.
Wenn der kleine Hunger kommt: schnell die Zähne putzen. Denn der Minzgeschmack verdrängt den Appetit.
Hinterfragen Sie selbst, woher Ihr Heißhunger kommt. Ist er nur ein Stresssymptom oder fehlen dem Körper wirklich wichtige Stoffe? Durch Klarheit, die man sich schafft, fällt es auch leichter, den Hunger zu unterdrücken.
Es hilft auch, am Tag genug zu trinken. Vor allem Wasser oder Kräutertee. Praktisch ist es auch, über den Tag hinweg verteilt kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen. So wird der Blutzuckerspiegel stets aufrecht erhalten. Am Morgen frühstücken ist ein Muss.