Artikel-Schlagworte: „Lebensmittel“

Der Verbraucher hat es nicht leicht in diesen Tagen. Zum einen schocken gefährliche Bakterien in Lebensmitteln immer wieder – ich erinnere nur an die Panik wegen BSE -, zum anderen finden sich in immer mehr Produkten Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und manches Obst oder Gemüse ist sogar genmanipuliert.

Dass dann auch noch die Preise steigen, hat einem gerade noch gefehlt. Doch genau das droht uns deutschen Verbrauchern auch in diesem Jahr wieder. Mit bis zu zehn Prozent Preisanstieg rechnen die deutschen Experten der Branche.

In diesem Jahr wurden vor allem Importartikel wie Kaffee oder Zucker teurer. Insgesamt war etwa ein Viertel der Produkte von Preisanstiegen betroffen. Schuld daran trage die Globalisierung. Sie sorge dafür, dass eine Art „Verteilungskampf“ weltweit entstehe. Auch Naturkatastrophen wie Dürreperioden hatten ihren Beitrag zur Lebensmittelknappheit geleistet. Auf der anderen Seite entwickeln sich Schwellenländer immer mehr zu Industrienationen und verlangen daher mehr und bessere Konsumgüter. Ein Beispiel dafür wäre Indien. Die Nachfrage hier hat sich fast verdoppelt. Die Sprecher der Lebensmittelbranche hatten darauf hingewiesen, dass die Prognosen keineswegs Ankündigungen für Preisanstiege seien. Vielmehr solle der Verbraucher darüber informiert werden, welche Folgen er von der Globalisierung und dem Wachstum der Weltbevölkerung zu erwarten habe. Einerseits hat es da auch was Gutes an sich, dass immer neue Krisen in der Lebensmittelindustrie bekannt werden: so sorgte die Panik um den Erreger EHEC dafür, dass die Preise für Obst und Gemüse zeitweise stark abfielen und immer noch recht niedrig sind.

Dafür waren vor allem Öko- und Bio-Produkte extrem im Wert gestiegen. Umfragen ergaben jedoch, dass Konsumenten bereit sind, einen höheren Preis zu zahlen, wenn ihnen dafür das Gefühl von gesunden und ungefährlichen Produkten vermittelt wird.